Lebenslauf

 

 

 

Da es schon viele informative Links bezüglich Weimaraner gibt www.weimaraner.dewww.weimaraners.de, www.weimaranerin.de, www.weimi.de, www.weimaraner-online.de,  usw., möchte ich auf dieser Home-Page mal ausschliesslich etwas über mich erzählen. 

Ich,  „Pilla vom Forst“, bin eine hochwohl geborene Weimaraner-Hündin!

Meiner Besitzerin (Susanne) gefiel der Name Pilla nicht (sie fand, es wäre ein "Zickenname") und sie wollte auch nicht, dass ich mir auf meinen "vom Forst-Status" etwas einbilde und taufte mich kurzer Hand "Pinki". Ich führe von da an ein „bürgerliches Leben“.

Am 5. August 1999, wie oben bereits erwähnt,  als eine "vom Forst" geborene, hatte ich mit meinen 8 Geschwistern ein nette Zeit.

Als ich 5 Wochen alt war, kam Susanne vorbei (meine Besitzerin, Mutter, Freundin, Kumpel und mein Spielkamerad), um mit uns allen etwas zu spielen. Damals wussten wir beide noch nicht, dass wir einmal zusammen gehören werden, denn wir waren alle noch nicht tätowiert und somit war noch nicht klar, wer zu wem kommen wird.

Dann, nach 8 Wochen (1. Oktober 1999) war es endlich soweit; ich kam gerade vom Toben mit meinen restlichen Geschwistern, als ich Susanne und ihre Schwester Regina das erste Mal richtig zu Gesicht bekam. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch und kurz darauf, sass ich auch schon in Susannes Wagen. Da Susanne fahren musste, durfte ich bei Regina auf den Arm, bzw. deren Schulter, angenehm gebettet ruhen. Leider war dies für Regina, und später für Susanne, nicht so ein erfreuliches Ereignis wie für mich, da ich wohl beim Toben mit meinen Geschwistern in unseren Urin gefallen sein muss, und somit etwas vor mich hin möpselte. Die beiden liessen sich jedoch nicht so sehr davon beeinträchtigen. Nach einem kurzen Stopp an der Autobahn, wo ich ein kleines „Geschäft“ machen musste und zum ersten Mal ein Halsband/Leine angezogen bekam, fuhren wir zu Regina nach Hause. Dort angekommen, wurde ich Reginas Familie ("Don Alfio", Fabio und Giuliano) vorgestellt. Auch hier gefiel es mir gut, denn die Jungs waren gleich ganz heiss darauf, mit in mein neues Zuhause zu fahren. Auch Regina fuhr nochmals mit und so wurde "schwupps" das Auto immer voller. 

Susanne nannte unser zu Hause "Chateau du Flacht". Mein erster Eindruck war, dass es eine bessere Hunde-Hütte sei. Als eine "vom Forst" war ich etwas besseres, grösseres gewöhnt und Chateau dazu zu sagen, war wohl etwas übertrieben. Die Türschwelle überschreitend liebte ich jedoch dieses neue zu Hause. Ich durfte gleich überall hin und alles beschnuppern. Ich spielte noch etwas mit den Jungs und war dann auch bald müde. Die erste Nacht verlief problemlos. Ich durfte auf einer warmen Decke neben dem Bett von Susanne schlafen und musste auch gar nicht weinen. Es folgten die Nächte, in denen Susanne mich ein paar mal in den Garten trug, damit ich mein „Geschäft“ machen konnte. Manchmal dachte ich allerdings so bei mir: "Ich will mir jetzt aber nicht den Mond und die Sterne anschauen", und brachte Susanne damit zur Verzweifelung, da ich dann nichts machte und sie in der Kälte auf mich warten musste.

Die darauf folgenden Tage waren wirklich aufregend. Ich hatte einen grossen Abenteuer-Garten, konnte aber noch nicht die Stufen herunter laufen und musste warten, bis ich dorthin getragen wurde. Das gleiche mit der Treppe im Hause, die ich nicht alleine gehen konnte und durfte. Die ersten Spaziergänge waren genauso aufregend, es gab so vieles zu entdecken. Einen anderen Boden zu erkunden, die Geräusche kennen zu lernen und einzuordnen, denn hier war ich noch recht unbedarft. Angeleint auf dem Bürgersteig zu laufen und frei sobald wir im Feld waren. Ganz unterwürfig und noch recht unsicher tapste ich immer hinter Susanne her, denn Sie war mein ganzer Halt.

Susanne hatte sich Urlaub genommen und so gingen wir jeden Tag zu den Jungs, die mich ganz stolz die Strasse entlang führten und mit mir tobten, so wie ich es von meinen Geschwistern gewohnt war. Schon bald konnte ich eine kleine Rampe hinunter in den Garten laufen, die mir Susanne dorthin gestellt hatte. Das war eine gute Idee und ich glaube, sie stammte von Fabio! 

3 Wochen Urlaub vergingen schnell und mit der 13 Woche war ich sauber. Das nächtliche "Mond und Sterne" anschauen wurde immer weniger. Dann musste Susanne arbeiten und ich war ca. 4-5 Stunden bei Regina und den Jungs. Aus heutiger Sicht muss ich schon sagen, dass ich mich dort manchmal etwas gehen lassen habe. So kam es, dass ich ausgerechnet bei Fabio ein grosses „Geschäft“ auf den Teppich gemacht habe. Fabio ist etwas pingelig mit seinen Sachen und was Sauberkeit/Reinlichkeit angelangt. Don Alfio habe ich mal vor die Füsse gereiert, so dass der Ärmste dann selbst zum Reiern laufen musste. Überall habe ich meine Sachen versteckt und manchmal dann auch vergessen, so dass es zu Geruchsbelästigungen kam und so einiges mehr. Das Gute dabei war, dass Fabio mit seinem Sauberkeitsfimmel zeitweise etwas lockerer wurde. Mit Giuliano war das von Anfang an kein Problem, wir beide liebten und rauften uns. Nachmittags, bzw. gegen Abend kam er häufig zu mir und wir schmusten eine Zeit lang zusammen, manchmal schliefen wird dann zusammen kurz ein.

Regina war unkompliziert, erfahren mit der Aufzucht von zwei Jungs, war sie locker im Nehmen und wurde uns allen mit unseren Macken gerecht. Bei Don Alfio, weiss ich allerdings bis heute nicht so richtig, wo ich dran bin. Im tiefsten Inneren ist er selbst sehr sensibel, jedoch nach aussen kehrt er häufig den furchtlosen Sizilianer heraus, ist dann streng und schaut grimmig drein. Ab und zu, wenn wir alleine sind, spielt er mit mir. Ging auch schon mit mir alleine spazieren und lobte mich danach überall. Die meiste Zeit jedoch ist er, wie auch Fabio, sehr auf seine Kleidung bedacht und möchte nicht, dass ich ihm zu nahe komme, geschweige denn ihn ablecke oder an ihm hochspringe. Dies geschieht zu meinem Leidwesen, denn ich mag ihn doch und möchte es ihm immer wieder gerne zeigen. 

Mit 12 Wochen ging ich dann zum ersten Mal in eine Hunde-Schule. Es liess sich alles recht gut an, bis mir der Trainer (männlich) auf recht massive Art und Weise "Platz" beibringen wollte. Ich wurde auf den Boden geschleudert, gefolgt von einem scharfen Platz-Befehl, und musste schrecklich aufjaulen. Allerdings schaltete sich dann Susanne ein, die selbst von dieser Vorgehensweise überrascht war. Sie hat sich eine Wiederholung dieser Szene verbeten und wir wurden dann mit Samt-Handschuhen angefasst. Siehe da, ab dann gab es in der Hundeschule auch andere Methoden, mir etwas beizubringen. Ab dieser Platz-Szene hasste ich allerdings die Hunde-Schule und der Trainer ging mir sonst wo vorbei. Ich zog meine Wochen dort durch und war froh, als es vorbei war. Das einzige, auf was ich mich freute, war Charly, ein 12 Wochen alter Deutsch-Kurzhaar, mein Freund.

Wir gingen dann zu einer anderen Hunde-Schule mit einer Trainerin. Hier war es etwas besser. Ich war allerdings seit dieser Zeit etwas ängstlich und hielt mich eher bei Hunden auf, die auch so waren wie ich, sprich kleine, junge oder ängstliche Hunde. Auch Männer waren mir seit dieser Zeit suspekt und ich brauchte lange, bis ich einigen vertraute. Heute noch neige ich dazu, es den Männern erst einmal einzuheizen, in dem ich sie verbelle.  

Danach gönnte mir Susanne eine Pause und wir übten miteinander, wenn wir es wollten. Unser Zusammenspiel wurde immer besser und mir geht es hier wirklich gut. Schlussendlich hat es jedoch etwas genutzt, denn Susanne und ich haben viele wichtige Informationen bekommen und ich habe gelernt, Susanne immer im Auge zu behalten und nicht alleine wegzulaufen bzw. zu jagen und vieles mehr. Viele Freundschaften haben wir geschlossen und ich habe viele unterschiedliche Menschen und Hunde kennen gelernt. Susanne hat gelernt, dass ich nicht immer so ein kleiner Welpe bleibe und sie mich nicht zu sehr verwöhnen und verhätscheln sollte, sondern mich hier und da mich auch zu fordern.

Von Haus aus bin ich ein Vorstehhund, was bedeutet, dass ich die Beute/das Tier suche, dann so lange belle und dabei bleibe, bis meine Besitzererin kommt. Das mir dies im Blut liegt, habe ich Susanne schon ein paar Mal bewiesen, z. B. als ich im Garten einen Igel im Winterschlaf gefunden habe. Aber ich werde ja nicht jagdlich geführt! Damit ich trotzdem meine inneren Talente nutze, haben Susanne und ich einmal einen Sportfährten-Kurs belegt und ich war darin recht gut. Spuren suchen und folgen war mein Ding und am Ende gab es dann immer eine Belohnung (die Beute). In der Regel ein Gegenstand, der Susanne gehörte z. B. ein Handschuh, eine Mütze usw. und natürlich ein paar Leckerschen. Das stärkte unsere Bindung noch mehr. 

Im November 99 begann dann eine heisse Phase, denn Susanne wollte sich selbständig machen und ich musste immer mit zum Renovieren. Viel helfen konnte ich ja nicht, und wenn ich etwas machte, dann war es Unfug (Zerfleddern von Tapeten, mit den Pfoten durch die Farbe laufen usw.). Aber auch diese Zeit haben wir gut überstanden. 

Januar 2000 war dann die Eröffnung von Susannes Praxis und ab da fuhr ich mit zur Arbeit. Ich bekam schnell eine neue Aufgabe, denn ich wurde immer häufiger als Therapie-Hund eingesetzt und es gefiel mir, wichtig zu sein. Zusätzlich diente es, das Vertrauen in Hunde wieder aufzubauen, denn es war die Zeit der Kampfhunde-Panik. Ich war auserkoren, wie viele andere Hunde auch, zu beweisen, dass wir gerade in gesundheitlichen Fragen durchaus eine wichtige Funktion einnehmen können und den Menschen damit helfen.

Ob in der Praxis, auf Hausbesuchen oder im Altenheim, ich bin überall ein gern gesehener Gast und biete immer wieder neuen Gesprächsstoff und erheitere die Gemüter. Übringens, selbst für Susanne war ich bereits die beste Therapie, denn sie war als Kleinkind von einem Hund mitten ins Gesicht gebissen worden. Durch mich hat sie viel ihrer Hundeangst verloren. 

Meine Besuche bei Regina und den Jungs wurden weniger, aber wir sahen uns regelmässig 1-2 mal pro Woche. Dann hatte ich in der Praxis frei und durfte ausschliesslich spielen und toben. Ich wollte ja auch meine Jungs sehen und sie nicht aus den Augen verlieren. Hier ist es auch schön, obwohl es ganz anders ist als bei Susanne. Ich bekomme z. B. immer die Pfoten in Wasser geschwenkt und werde komplett gesäubert, wenn wir vom Spazieren gehen kommen. Dies dient der Sauberkeit, denn in diesem Haushalt herrscht Zucht und Ordnung. Susanne hat den Traum von einer sauberen Wohnung aufgegeben. Einmal durch den Garten und dann schnell mal durchs Haus, schon sind meine zarten Pfotenabdrücke überall verewigt. Bei den Jungs, Regina und Alfio wurde mir jedoch auch viel beigebracht. Z. B. habe ich hier von den Jungs Fussball und Basketball spielen gelernt. Ausserdem hat mir Fabio beigebracht, neben dem Fahrrad und den Inlinern zu laufen. Zum Leidwesen der Menschen, praktiziere ich dies allerdings so wie ich es will und laufe mal links und rechts. Selbst mit dem Roller machen Susanne und ich jetzt kleine Spazierfahrten, die ich geniesse. Ich habe auch gelernt, sehr gut zu unterscheiden. So darf ich bei Regina nicht in die Küche, bei Susanne ist jedoch mein Fressplatz in der Küche. Ich bin selbst erstaunt, wie gut ich das unterscheiden und mir behalten kann. 

Bei Regina habe ich auch „Wanda“ kennen gelernt. Sie ist eine Dalmatiner-Hündin, direkt aus Ungarn und ca. 2 Monate älter als ich. Wir spielen schön und spazieren/raufen gerne miteinander. Manchmal laufe ich Wanda weg, denn ich bin etwas flinker als sie und kann gut Haken schlagen (das kommt vom Fussball spielen mit den Jungs). Dann wird sie giftig und verbellt mich. Es ist ein auf und ab mit uns, aber wir mögen uns sehr! 

Ausser „Wanda“ habe ich eines schönen Tages, ich war ca. 1/2 Jahr alt, meine Nachbarin "Inoula"

 kennen gelernt.

Auch eine "vom festen Bügel". Jetzt lebt sie, wie ich und viele andere, nicht schlechter, als „Bürgerliche“. Ich hatte mächtig Respekt vor ihr. Eine Leonberger-Hündin, die 1 Jahr älter ist als ich. Als sie auf mich zugelaufen Kam, bebte der Boden von ihrem Gewicht und ich war tief beeindruckt. Sie wollte mit mir spielen und hopste vor mir herum, dabei haute sie mir, mit ihren nicht sehr zarten Pfoten auf den Kopf. Heute sind wir die besten Freundinnen und jetzt hänge und zerre ich mehr an ihr herum als sie jemals an mir. Leider zieht Inoula bald weg. Durch Inoulas Familie habe ich Kontakt bekommen zu Katzen, Pferden, einem Hammel und laufe heute frei mit denen im Stall herum. Ein tolles Gefühl! Hühner, Gänse und Rehe laufen mir auch täglich über den Weg und kürzlich habe ich die Bekanntschaft mit einem französischen Schwein gemacht, die allerdings nicht lange hielt, da es geschlachtet wurde. 

Morgens treffe ich häufig "Wölfi" ein Schäferhund-Mischling. Den kenne ich auch schon seit klein auf. Wölfi ist ein gestandener Herr, so ca. 70 Menschen-Jahre alt. Meist begrüssen wir uns und laufen dann nebeneinander her. Hier und da massregelt er mich, wenn ich etwas haben will, was er hat. Das beeindruckt mich schon! Nur wenn ich läufig bin, dann wird aus Wölfi ein "Twen" und er zieht alle Register, um mich zu beeindrucken. Dann hüpft er und läuft zur Höchstform auf.

 

Auch die andere Nachbar-Hündin "Milla" mag ich. Allerdings, seit Milla einmal Welpen hatte, markiert sie etwas mehr den „Boss“ und ich lasse mich davon beeindrucken. Mit ihr macht das Rennen über die Wiese höllisch Spass, denn sie ist genauso schnell wie ich. Jetzt ist häufig eine weisse Schäferhündin bei Milla, die mich nicht mag. Ich gehe dann beiden besser aus dem Weg.  

Beim Spazieren gehen an Arbeitstagen treffe ich meinen lieben Freund Gallileo von Stolzeneck. Ein Briard, bildschön und ca. 5 Monate jünger als ich. In seinen jungen Jahren war er schon schwer krank gewesen, hat wohl etwas gifitiges gefressen und hätte es beinahe nicht überlebt. Heute geht es ihm "Gott sei Dank" wieder gut und wir toben wie verrückt. Danach bekomme ich zum Abschied immer ein Küsschen und schlafe dann, wenn ich nicht gerade arbeiten muss,  in der Praxis in meinem Körbchen selig ein und träume von ihm.

Natürlich gibt es einige Hunde/Hündinnen, die ich nicht mag, und denen versuchen wir dann besser aus dem Weg zu gehen, denn ich kann ganz schön grantig werden. Ganz schwarze und ganz weisse Hunde, speziell Schäferhunde, sind häufig nicht so mein Ding. Obwohl! "Rondo", ein komplett schwarzer Bouvier des Flandres, den mag ich schon! Willi ein kleiner Terrier-Mischling, hat mich als Welpe immer angegiftet, den kann ich auch nicht leiden. Heute hat Willi Respekt vor mir, denn irgendwann habe ich ihm mal die Meinung gesagt. Na ja! Manchmal weiss ich selbst nicht so recht, woran es liegt. Vielleicht kann ich diese Hunde einfach nicht riechen, dieses Phänomen gibt es ja bei den Menschen auch.  

Was ich auch nicht mag ist der Besuch beim Tierarzt. Ich habe jedoch einen netten, guten Tierarzt, der mir auch schon vor der Praxis meine Impfung gegeben hat, so dass ich gar nicht in seine Räumlichkeiten musste. Einmal hörte er mein Herzschlag ab und meinte dann zu mir, ich würde schauspielern. Hatte er wirklich mein wahres "Ich" erkannt, denn schauspielern kann ich wirklich gut. Meine Mimik und Gestik ist perfekt und ich kann sie gezielt einsetzen. Auto fahren, ist auch so etwas, an das ich mich immer wieder gewöhnen muss. 

Was ich mag sind unsere Spaziergänge, speziell den Abend-Spaziergang. Von der Arbeit erfüllt zu Hause angekommen, mische ich erst einmal die Katzen im Garten auf, schaue nach dem Rechten und dann geht es los. Danach noch ein gutes Mahl und dann zufrieden mit Susanne auf der Couch liegend und meinen Kopf auf ihrem Bauch gebetet dösen. Einfach genial!!!  

März 2001 meinte Susanne, wir sollten mal zusammen zu einer Schönheitsschau gehen. Ich machte dort zwar den ersten Platz in meiner Klasse und den zweiten Platz von 11 Hündinnen über 45 cm, jedoch war es fürchterlich langweilig. Stundenlang mussten wir warten. Spazieren gehen war nur kurz und auf dem Messegelände möglich und diese vielen Menschen und Hunde machten mich völlig müde. Nein! Dass war nichts für uns, wir sind lieber auf Wiesen und im Feld unterwegs, als uns in diesen Hallen herumzudrücken. 

Im Oktober 2001 jagte ich Susanne dann mal wieder einen mächtigen Schrecken ein. Als Sie am Waldrand Schlehen pflückte und ich ein bisschen herumspazierte,  fand ich dort die Überreste eines vom Jäger ausgenommenen Rehes. Ich schnappte mir eins von den abgetrennten Läufen und brachte es ganz stolz zu Susanne. Ich wollte doch für meine gefundene Beute gelobt werden und konnte nicht wissen, dass ich Susanne damit einen Höllen-Schreck einjagen würde. Sie dachte, ich hätte bei diesem noch nicht  einmal 5 minütigen Spaziergang ein Reh gestellt und gerissen. Sie hätte es besser wissen müssen. Das ich so etwas nicht tun darf, haben wir doch immer wieder trainiert! Ich führte Susanne zu den Überresten des Rehes. Wir sprachen dann noch mit dem Jagdpächter und so  stellte sich dann alles zum Guten heraus. Ich war rehabilitiert! 

Susanne meinte, ich sollte mich jetzt, wo ich aus der Pubertät heraus bin, doch mal nach einem festen Freund umsehen und hat entsprechende Vorauswahl getroffen. Also fuhren wir vor kurzen nach Bodenheim bei Mainz um mir den neuen, potentiellen Verehrer mal anzuschauen. Er heisst „Muffin“ und ist zu finden unter www.weimeraners.de.  Oh! ich war sofort "Feuer und Flamme", ein Bild von einem Hund. Weimaraner, wie ich, allerdings neben seiner sportlich, durchtrainieren Figur, auch noch aus einem anderen Land (USA) und er hatte schon Erfahrung das merkte man. Ein toller Hund. Wir tollten herum und er war auch sichtlich an mir interessiert. Manchmal wurde er mir zu forsch und ich zeigte ihm seine Grenzen, die er "gentleman like" akzeptierte. Wenn er sich von mir abwendete, was mir allerdings auch nicht so recht war, animierte ich ihn wieder, bis er sich mir ausschliesslich widmete. Es war ein tolles Erlebnis! Mal sehen, vielleicht wird er der Vater meiner Kinder! Bei unserem zweiten Treffen, ca. 1 Woche später spielten wir erst einmal ausgiebig und dann, als wir gerade aufbrechen wollten, um nach Hause zu fahren, da liebten wir uns. Er war souverän und sicher in seinem Tatendrang, es war eine ganz harmonische Angelegenheit. Mal sehen, was dabei heraus kommt! 

So gibt es sicherlich noch viele Erlebnisse, die ich schildern könnte und vielleicht auch noch werde. Kurzum, mir geht es gut, ich bekomme genug Auslauf, genug zu essen, genug an Zuwendung und ich habe ein warmes, schönes „Zu Hause“ mit einem schönen wilden Garten, in dem ich allein jedoch kaum Lust habe mich aufzuhalten.

Am liebsten würde ich gerne den ganzen Tag mit Susanne spazieren gehen, worüber sich Susannes Familie auch schon lustig macht, denn immer wenn jemand von ihnen anruft, geht Susanne gerade einmal wieder "Gassi" mit mir. Sie meinten schon, wenn wir so weiter machen würden, hätten wir bald keine Füsse und Beine mehr. Dabei gehen wir in der Regel nur 2,5 Stunden am Tag und am Wochenende noch etwas mehr.

Na ja! Etwas übertrieben von der Familie. Wenn es nach mir ginge, könnte es durchaus noch mehr sein. Allerdings bin ich vom Sternzeichen "Löwe" und die sind ja bekanntlich unersättlich! 

Aber mal ganz ehrlich, ich finde die Menschen sind verrückt! Wir als Hunde sollen immer funktionieren, wie ein „Schweizer Uhrwerk“, und wenn es irgendwo Probleme mit einem Hund gibt, sind wir ausschliesslich daran schuld, so meinen zumindest die Menschen. Leider stimmt das nicht in allen Fällen und die vom Mensch gemachten Ge- und Verbote sind an vielem Schuld. Das ständige „An-der-Leine-führen“, die Jogger, die im Dunklen unbeleuchtet auf einem entgegen kommen, die Jäger und Förster, die uns gleich in die Schublade "jagender Hund" stecken. Das Alles wird dem aufmerksamen, bewachenden Hund als Fallstrick ausgelegt.

Immer nur wir sollen uns verändern, beherrschen und funktionieren. Warum nicht auch einmal die Menschen!

Noch schöner wäre, wenn wir uns alle wieder etwas mehr annähern könnten und es wieder ein Zusammenspiel zwischen Mensch, Tier und Natur gäbe.

Es ist nicht immer leicht für uns in heutigen Zeiten! 

Also! Bis bald, empfehlen Sie meine Homepage weiter, wenn Sie Ihnen gefällt und sehen Sie sich noch die Bilder genau an.

Kontakt können Sie über die E-Mail-Adresse aufnehmen oder das Gästebuch.

Bis dann, und liebe Grüssen von Susanne und Pinki.

 

 

 




















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